1. Zuerst den Kohlkopf putzen und die großen Blätter vorsichtig ablösen. Damit sie sich später gut rollen lassen, schneidest du die dicken Blattrippen flach ab. Blanchiere die Blätter kurz in kochendem Salzwasser, bis sie biegsam sind, und lasse sie anschließend gut abtropfen.
2. Weiche die altbackenen Brötchen in Wasser ein und drücke sie danach kräftig aus. Würfele eine der Zwiebeln sehr fein. Vermenge nun das Wildhackfleisch mit der Zwiebel, den Eiern und den ausgedrückten Brötchen. Schmecke die Masse kräftig mit Salz, Pfeffer und Majoran ab.
3. Verteile die Fleischmasse auf den vorbereiteten Kohlblättern. Schlage die Seiten ein und rolle sie fest auf (bei Bedarf mit Küchengarn fixieren). Erhitze Butter oder Öl in einem Bräter und brate die Wickel rundum kräftig an, bis sie eine schöne Farbe haben. Nimm sie danach kurz heraus.
4. Schneide die restlichen vier Zwiebeln in Streifen und brate sie im selben Bräter etwa fünf Minuten lang an. Gieße ein wenig Brühe an, lege die Krautwickel wieder obenauf und schließe den Deckel. Im vorgeheizten Ofen bei 160 °C dürfen die Wickel nun ca. 15–20 Minuten sanft schmoren.
5. Während die Wickel schmoren, schälst und kochst du die Kartoffeln in Salzwasser gar. Gieße sie ab, lasse sie kurz ausdampfen und stampfe sie fein. Rühre die warme Milch und die Butter unter, bis alles cremig ist, und schmecke mit Salz und einer Prise Muskat ab.
6. Nimm den Bräter aus dem Ofen. Die Krautwickel warm stellen, den Sud nach Belieben einkochen und mit der dunklen Bratensauce sowie etwas Kümmel verfeinern. Richte die Wickel auf dem Püree mit reichlich Schmorzwiebeln und Sauce an.

Weinempfehlungen
Der Harmonische: Regent Spätlese, Nackenheimer Schmittskapellchen (Rheinhessen), trocken. Unsere Top-Empfehlung! Die weiche Frucht und die moderaten Tannine fügen sich perfekt ein, ohne die feinen Wildaromen zu überlagern.
Der Kraftvolle: Meerendal Passion, Cape Blend (Südafrika), trocken. Ideal für alle, die es markanter mögen. Die intensive Würze hält wunderbar gegen die dunkle Bratensauce und das kräftige Wildbret stand.
Der Lieblich-Würzige: Pítorocz Blaufränkisch (Ungarn), lieblich. Eine Überraschung für Fans restsüßer Weine. Die pfeffrige Note und die dezente Süße harmonieren exzellent mit den Röstaromen der Schmorzwiebeln.